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Bianco (RC)

Die tausend Schattierungen eines märchenhaften Meeres

Bianco ist ein bekannter Badeort im Herzen der Costa Locride in der Provinz Reggio Calabria. Seinen Namen verdankt es den weißen Schluchten und Felswänden aus Kalkstein, die die Stadt umgeben.
 
Bianco wurde für sein sauberes Meer mehrmals mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, was jedes Jahr eine wachsende Zahl von Touristen anzieht, die die Hauptressource der Region darstellen.
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Der Strand wird von einer wunderschönen, kurios geformten Klippe eingerahmt, die im Laufe der Jahrhunderte durch die Gezeiten und den Wind entstand.
 

Der Höhepunkt des Bianca-Sommers ist das Patronatsfest, das in den ersten beiden Augustwochen mit verschiedenen Veranstaltungen abgehalten wird, die sich nach und nach steigern, um am 15. August mit dem religiösen Fest zu Ehren Unserer Lieben Frau von Pugliano ihren Höhepunkt zu erreichen, das Tausende von Menschen anzieht.
Am letzten Abend finden zwei spektakuläre Feuerwerksvorführungen statt. Die erste bei Sonnenuntergang, wenn die Madonna, nachdem sie von den Umzüglern auf dem Rücken durch alle Straßen der Stadt getragen wurde, in die Kathedrale einzieht. Um ein Uhr morgens erfolgt dann die zweite, die dank der Verwendung größerer Feurwerksladungen, die sogar unter Wasser detonieren, ihren ganzen Reiz entfaltet.

 
Bianco
 
Kap Bruzzano

Der Strand von Bianco liegt eingebettet in der herrlichen Kulisse der als Capo Bruzzano bekannten Klippe an der Costa dei Gelsomini.
„Wunderschön und wie durch ein Wunder dem Zement und dem Massentourismus entgangen.“ Dies sind die lobenden Worte, die Legambiente 2005 den elf schönsten italienischen Stränden widmete, darunter Capo Bruzzano.
„Der ausgedehnte und unberührte Strand, der von einer herrlichen Klippe umgeben ist, die sich durch ein weitläufiges Sandufer auszeichnet, das mit Blumen in tausend Farben und Felsformationen der Klippe übersät ist, wurde im Laufe der Jahrhunderte von den Gezeiten und vom Wind in seine kuriose Form gebracht. Aus diesem Grund wurde die Felsküste von Capo Bruzzano, auch Zeffirio genannt, als einer der elf schönsten Strände Italiens ausgezeichnet.
Der nicht sehr weitläufige Strand ist von kilometerlanger wilder Natur umgeben und zeigt sich zumeist sandig, wiewohl es einige kiesige und felsige Abschnitte gibt.
Die üppig wachsende Vegetation ist umgeben von Felsen unterschiedlicher Form. Die Farbe des Meeres verwandelt sich mit zunehmender Entfernung von der Küste in ein wunderbares Kobaltblau. Der Meeresboden ist kristallklar und ermöglicht die Ausübung von Wassersportarten wie Schnorcheln und Tauchen. 
Die herrliche Costa dei Gelsomini mit ihrem sehr offenen Meer ist weniger felsig als die tyrrhenische Küste, dafür wilder und zerklüfteter. Dies trägt zur immensen Weitläufigkeit der Naturwunder bei, auf die der Tourist mitunter nicht vorbereitet ist.

 
Bianco
 
Das Borgo Antico

Das Borgo Antico von Bianco ist über eine schmale, enge Straße zu erreichen, die über eine Reihe von Hochebenen im Inland bis zur Kuppe eines Hügels mit Blick auf den Fluss La Verde führt.
Die Stätte weist einige Merkmale auf, die sie mit vielen anderen Städten Kalabriens teilt: Natürliche Verteidigungsanlagen, die die Eroberung des Dorfes erschweren, gute Sicht auf einen Großteil des zu kontrollierenden Territoriums und einen bedeutenden Wasserspeicher (den Fluss La Verde) in geringer Entfernung.
Blickt man in Bianco Vecchio zur Küste, verzaubert einen das gebotene Schauspiel des Meeres. Der Zugang zu Bianco Vecchio erfolgt durch das südliche Tor, dessen Überreste noch sichtbar sind. Die Besichtigung der Siedlung ging nach dem schrecklichen Erdbeben von 1783 deutlich zurück, das einen Großteil der Gebäude zerstörte und die höher gelegenen Siedlungen deutlich verlassen zurückließ. Im Jahr 1908 erzitterte die Erde erneut, und die Siedlung wurde angesichts der zerstörerischen Kraft der Natur endgültig aufgegeben. Die Überlebenden kehrten dem Dorf den Rücken und zogen an die Küste, wo das heutige Dorf Bianco gegründet wurde.
In Bianco Vecchio kann man die Ruinen der antiken Häuser auf dem Hügel bewundern, die sich noch immer zäh an die Terrassen klammern, auf denen sie Jahrhunderte zuvor errichtet worden waren. Und aus diesen Überresten ragen die stummen Ruinen der Kirche Santa Maria del Soccorso heraus, die bis zum letzten heftigen Erdbeben mehrmals umgebaut und genutzt wurde.
In jüngster Zeit wurde das Gebäude mit einem neuen Dach und einer neuen Nordwand ausgestattet, um Besuchern einen Ort der Erholung zu bieten. Das Ziel der Maßnahme war es, den Menschen ein Symbol der Gemeinschaft zurückzugeben. Der Versuch, diese Orte wieder in Besitz zu nehmen, die Kirche wieder aufzubauen und durch Feierlichkeiten zu beleben, zeigt den Willen einer ganzen Gemeinschaft, ihre Wurzeln nicht zu vergessen.
Im heutigen Ortszentrum ist die Chiesa Matrice sehenswert, die eine Fassade mit Marmorstatuen verschiedener Heiliger besitzt. Im Inneren befindet sich ein sehr altes Gemälde der Maria Santissima di Pugliano, eine Alabasterstatue von 1530, die die Heilige Katharina von Alexandria darstellt, und ein Ölgemälde auf Leinwand von 1656-57, auf dem der Heilige Erzengel Michael und der Heilige Johannes der Täufer dargestellt sind. Das Gebäude wurde zwischen 1500 und 1600 an selben Ort errichtet, an dem seit 1200 das Basilianer-Kloster von Pugliano bestand. Ein Teil des Heiligtums wurde auf den Resten der alten Abtei wieder aufgebaut.
Das Heiligtum hat einen einzigen Eingang, und die Eingangstür, die von einem Wappen überragt wird, wird von zwei zurückgesetzten Säulen flankiert, die sich über die gesamte Höhe des Gebäudes erstrecken. Auf dem Altar befindet sich eine Schriftrolle mit der Inschrift „Ave Maria“ und ein kleiner Tabernakel. An den Seiten des Kirchenschiffs gibt es Nischen mit Heiligenstatuen.

 
Bianco
 
Gastronomia

Unter den typischen Produkten sticht der griechische Weißwein hervor, ein wahrlich kostbares önologisches Juwel. Kenner versichern, dass dieser D.o.C.-Wein der älteste Wein Italiens ist, da er aus einer antiken Rebsorte gewonnen wird. Es scheint in der Tat so zu sein, dass die ersten Reben von einigen griechischen Siedlern, die im 8. Jahrhundert in Capo Bruzzano landeten, in die Gegend gebracht wurden.
Greco di Bianco hat einen intensiven, fast marsalaartigen Geschmack und eine Farbe, die von antikem Gold bis zu Bernstein reicht; das Aroma ist süß, aromatisch, wie Orangenblüten und Bergamotte. Der „Greco“ wird aus Trauben gewonnen, die zum Trocknen in der Sonne auf Schilfmatten oder auf Holzunterlagen liegen. Es handelt sich in der Tat um eine Trockenbeerauslese mit einem warmen und weichen Geschmack, die allein (als Aperitif) oder zu trockenem Gebäck, würzigem Käse und Obst getrunken werden sollte.
Zusammen mit dem „Griechen“ wird auf dem Gebiet von Bianco auch der ausgezeichnete Wein „Mantonico“ hergestellt, der seinen Namen dem griechischen mantonikòs (Prophet) verdankt. Diesen Weinen wurden divinatorische, aphrodisierende und therapeutische Tugenden zugeschrieben. Der „Mantonico“ wurde besonders von den Priestern der antiken Stadt Locri Epizephiri geschätzt.

 


 


Adresse Piazza Cinque Martiri
  89032 Bianco (RC)
Telefonnummer 0964/911002
Fax 0964/913274
Webseite bianco.asmenet.it
 

 



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