Ricadi (VV)

Von den Göttern begünstigte Strände

Ricadi liegt am Fuße der Hochebene des Monte Poro, eingebettet zwischen dem Golf von Sant'Eufemia und dem Golf von Gioia Tauro, und erstreckt sich bis zum Meer, wo der wunderschöne und berühmte Strand von Capo Vaticano liegt.
 
Ricadi ist reich an archäologischen Funden, die seine historische Bedeutung bezeugen. Entlang der Küstenlinie von Ricadi wechseln sich unablässig steile Klippen, Sandstrände, Höhlen und Buchten ab, die nur vom Meer aus zugänglich sind.
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Griechen, Römer und Karthager, Byzantiner und Araber und sogar Normannen aus dem Norden hinterließen an den Stränden von Ricadi zahlreiche Spuren.
 

Vor dem Tourismusboom war Ricadi im Wesentlichen ein kleines Fischerdorf und erst später, dank der Sauberkeit des Meeres und der schönen Landschaften, die die Küste bietet, hat es in der Sommersaison immer mehr Besucher angezogen. Die Strände von Ricadi sind zahlreich und vielfältig.
Neben dem Capo Vaticano, dem zentralsten und berühmtesten des Landes, ist der Granitboden von Formicoli erwähnenswert, der von einer reichen Fauna bevölkert wird und daher bei Tauchern sehr beliebt ist; die weißen Sandstrände von Tono, Riaci und Grotticelle, die eine romantische und gleichzeitig entspannende Landschaft zu bieten haben, die sich perfekt für lange Spaziergänge bei Sonnenuntergang eignet.

 
Ricadi
 

Diese Ufer erlebten im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Abenteuer und Kämpfe zwischen verschiedenen Völkern, die diese Meere befuhren und diese Küsten erreichten, als sie ihre Kultur im Mittelmeer verbreiteten. Griechen, Römer und Karthager, Byzantiner und Araber und sogar Normannen aus dem Norden hinterließen an den Stränden von Ricadi zahlreiche Spuren, wie zum Beispiel einige der Küstentürme, die das offene Meer bewachen.
Im Dorf Lampazzone gibt es eine alte Mühle, die noch immer in Betrieb ist und ein interessantes historisches Zeugnis darstellt, bildet sie doch eine der wenigen Mühlen, die nach dem Zweiten Weltkrieg noch in Betrieb sind. Die Mühle von Lampazzone hat ein typisches Aussehen aus dem 18. Jahrhundert und kann auch heute noch mit ihren schweren Mühlsteinen Weizen, Mais und Gerste zu Mehl verarbeiten. Ricadi war das Ziel von Dichtern und Schriftstellern, darunter Giuseppe Berto, der hier „Il male oscuro“ schrieb und auf ausdrücklichen Wunsch auf dem Friedhof von S. Nicolò ruht.

 
Die Strände

Das antike Taurianum Promontorium (das heutige Capo Vaticano) scheint ein verwunschener Ort zu sein, an dem sich Götter und Nymphen treffen, um in klarem Wasser zu baden und dann inmitten der kleinen Sandbuchten, die sich entlang der Küste öffnen, zu schlemmen. Auf dem bezaubernden Gewässer schwanken die Boote der Fischer und entnehmen dem üppig bestückten und unberührten Meer Kalabriens reiche Beute. Die zerklüftete und unregelmäßige Küste von Ricadi hat zahlreiche charakteristische und einzigartige Strände zu bieten.
In der Bucht von Riaci wartet ein langer, großflächiger und äußerst sandreicher Strand. Die Einzigartigkeit dieses Strandes bildet ein Felsen, der Scoglio di Riaci oder Scoglio Grande genannt wird, der über eine Sandzunge und weiteren Felsen mit dem Festland verbunden ist. Der Giardinello, der vom Land aus wegen der zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten nur schwer zu erreichen ist, verdankt seinen Namen einem Garten, der sich einst in Strandnähe befand. Seine Besonderheit ist ebenfalls ein Ardito genannter Felsen, dessen Form der eines Pilzes ähnelt. Massara, das seinen Namen der Tatsache verdankt, dass einst a massara (eine Hausfrau) hier in einem Häuschen wohnte, ist von anderen Stränden aus zu Fuß erreichbar und bietet einen breiten und sandreichen Strand.
Bademöglichkeiten bietet der berühmte Strand von Scalea, der genau unterhalb des Dorfes Santa Domenica liegt und zu Fuß über eine lange Treppe erreichbar ist. Der Strand ist äußerst schmal, jedoch insbesondere aufgrund der zahlreichen Felsen einzigartig. Der zwischen dem Strand von Formicoli und dem Strand von Scalea gelegene Strand Passu du Gabbaturcu verdankt seinen Namen einer alten Legende. Tatsächlich wird überliefert, dass zur Zeit der Sarazeneneinfälle eine Gruppe einheimischer Fischer ein türkisches Schiff, das sie verfolgte, in eine Falle lockte und im Sand verschwinden ließ, was als „gabbandola“ bezeichnet wird. Er ist zu Fuß vom Strand von Formicoli oder Riaci aus erreichbar.

 
Ricadi
 

Der Strand von Formicoli ist nach dem Forum Herculis benannt, dem antiken griechisch-römischen Hafen, von dem unter Wasser noch immer Überreste zu finden sind. Es ist ein sehr langer Strand mit sehr feinem Sand. Er ermöglicht Ihnen lange Spaziergänge, um die schönen Sandsteinfelsen zu bewundern. Der Strand von Torre Marino hat seinen Namen von dem alten Wachturm, der dort stand. Dieser bezaubernde und sandreiche Strand bietet die einzigartige Möglichkeit, sich bei Ebbe ins Wasser zu begeben und gleichsam auf offener See Meeresboden zu betreten.
Praia i focu und Ficara sind vom Meer aus oder über einen Naturpfad unterhalb des Belvedere zu erreichen und die beiden, in den Klippen des Kaps „verborgenen“ Sandstrände. La Ficara, das weiter südlich liegt, verdankt seinen Namen dem Vorhandensein eines alten Feigenbaums am Strand. Praia i focu, was Feuerstrand bedeutet, verdankt seinen Namen den Feuern, die als Bezugspunkt für die Fischer entzündet wurden. Grotticelle ist einer der bekanntesten und meistbesuchten Strände der gesamten Gegend und gibt der ganzen Bucht ihren Namen.Der Strand von Santa Maria gehört zu den meistbesuchten während der Sommerzeit. Der zu Ehren der Madonna benannte Strand, der an der Strandpromenade eine kleine Kirche gewidmet ist, weist in der Gegend südlich der Bucht eine sehr augenfällige Gruppe von Felsen namens Galea auf, wie gemacht für Liebhaber von Erkundungen und Abenteuern, die so heißen, weil der Legende nach auf ihnen einst Sträflinge (galeotti) angekettet wurden.

 
Ricadi
 
Torre Marrana di Brivadi

Der Torre Marrana, der auf das vierzehnte Jahrhundert zurückgeht, bildet den Überrest einer alten Wachanlage aus Granit und Kalkstein; sie wies einen kreisförmigen Grundriss samt zylindrischem, in etwa 10 Meter hohem Aufbau auf und erhob sich in isolierter Lage auf einem felsigen Ausläufer in der Nähe der Stadt Brivadi zwei Kilometer hinter der Küste. Der Turm schloss die Signalkette zwischen dem nahe gelegenen Torre Ruffa und den anderen Türmen in der Nähe.
Der Leuchtturm von Capo Vaticano ist über einen Panoramaweg zu erreichen, der entlang der Buchten und Felsen führt, die einen der schönsten Ausblicke auf Kalabrien bieten. Der 1870 erbaute einstöckige, zylindrische Turm mit einem Terrassendach und einem rotierenden Leuchtsystem samt alle 20 Sekunden aufleuchtenden Blinklicht.

 
Ricadi
 
Museo MuRi

Das Stadtmuseum von Ricadi ist ein Museum das sich über die gesamte Stadt und das ganze Stadtgebiet in Form zahlreicher Ausstellungen ausbreitet, die in verschiedenen Zonen liegen und durch konzeptuelle Wege miteinander verbunden sind. Das Museum ist eine dauerhafte Einrichtung, die Kulturgüter zu Bildungs- und Studienzwecken erwirbt, katalogisiert, bewahrt, ordnet und ausstellt. Neben der Stadtbibliothek ist das Museum in 4 Abteilungen unterteilt: Archäologisches und paläontologisches Museum; Museum für Anthropologie und bäuerliche Zivilisation und immaterielle Kultur; Museum und Observatorium des Meeres; Museum der Türme.
Das Archäologische und Paläontologische Museum befindet sich im Palazzo Fazzari im Ortsteil Santa Domenica und beherbergt die archäologischen und paläontologischen Sammlungen sowie die Funde der Soprintendenza archeologica della Calabria. Das Museum für Anthropologie und bäuerliche Zivilisation und immaterielle Kultur befindet sich in der ehemaligen Ölmühle Marcello Sculco und beherbergt eine von der Gemeinde Ricadi erworbene Sammlung von Funden der bäuerlichen Zivilisation, die auch einige archäologische Funde aus der Römerzeit umfasst. Im Inneren befinden sich alle Anlagen der Ölmühle aus dem letzten Jahrhundert.Das Museum und Observatorium des Meeres befindet sich am ehemaligen Aussichtspunkt Capo Vaticano und beherbergt Fotos, Funde und Aquarien, die mit dem Studium des Meeres und der einheimischen und ortsfremden Flora und Fauna sowohl des Meeres als auch des Landes, sowie mit archäologischen Funden im Zusammenhang mit dem Meer.
Das Museum der Türme, das an zwei verschiedenen Orten innerhalb der archäologischen Stätte des Torre Marrana untergebracht ist, beherbergt eine ikonographische und dokumentarische Ausstellung über die Küstentürme unter besonderer Berücksichtigung der Türme des Stadtgebiets von Ricadi.Das im April 2017 eröffnete Ethnographische Museum sammelt von Privatpersonen gestiftete Objekte und Salzwerkzeuge, die sich bereits im Besitz der Stadtverwaltung befinden. In den 5 Sälen finden Sie, neben anderen Dingen, Reproduktionen antiker Karten von Kalabrien, Fischereigeräte und im Saal der Wale interessante Drucke aus dem achtzehnten Jahrhundert über die Waljagd in der Straße von Messina. Ein Rundgang samt Informationstafeln führt den Besucher in die Meeresbiologie sowie in die Geschichte der Thunfischfanganlagen und Fischteiche an der Küste von Vibo von der Römerzeit bis 1800 ein. Draußen kann man neben dem spektakulären Blick auf das Meer zwei Boote und eine Reihe von Ankern bewundern. Das Museum ist Teil des städtischen ethnographischen und archäologischen Museumskreises.

 
Gastronomie

In Ricadi können Feinschmecker die 'nduja, das kalabrische Produkt par excellence verkosten, die gleichzeitig eine ausgezeichnete Würze von Vorspeisen sowie einen appetitanregenden Aperitif darstellt; daneben die rote Zwiebel aus Tropea, die in der ganzen Welt für ihre Süße und ihre besonderen ernährungsphysiologischen und medizinischen Wirkungen bekannt ist. Dieser roten Zwiebel ist ein ganzes Fest gewidmet, das jedes Jahr am 13. August hier stattfindet.

 


 


Adresse Piazza del Municipio
  89861 Tropea (VV)
Telefonnummer 0963 663049
Webseite http://www.comune.ricadi.vv.it/
 

 

An die Küste strömen jedes Jahr Tausende von Touristen, die die vielen Badeeinrichtungen auf dem Gebiet nutzen können. Besuchungswert ist die Grotta del palombaro (Höhle des Tauchers), eine tiefe Spalte im Granit, und die drei Buchten von Grotticelle, die berühmtesten und schönsten Meeresbäder der Gemeinde Ricadi, die ihren Höhepunkt mit dem Vorgebirge von Capo Vaticano haben. Interessante ist der Meeresboden von Formicoli, wo man eine Weite von Granitfelsen bewundern kann, reich an Fauna. Altra località di Ricadi è Santa Weiterer Urlaubsort von Ricadi ist Santa Domenica, ein kleines, ruhiges Dorf an der Costa degli Dei.

Im Gebiet von Ricadi sind drei der zahlreichen Türme immer noch sichtbar, gelegen entlang der Küste in Verteidigung der Sarazenen Plünderer: Torre Marrana, Torre Ruffa und Torre Bali. Faszinierend ist eine etwa 10m große Ruine eines alten Wachturms, aus Granit- und Kalkstein, mit runder Basis und eine Kreiszylinder-Entwicklung, auf einem Felsvorsprung in einer abgelegenen Position, zwei Kilometer von der Küste entfernt, in der Nähe der Besiedlung Brivadi. Dieser war in Verbindung mit dem Turm von Capo Vaticano und mit dem Turm Ruffa um in dem Gebiet von der Ankunft der Sarazenen Schiffe zu berichten.



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