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ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN

Der größte Teil der archäologischen Schätze Kalabriens, geht auf die ersten griechischen Kolonien zurück und befindet sich in den vier großen archäologischen Parks von Locri, Capo Colonna, Roccelletta di Borgia und Sibari, wo sich drei verschiedene Epochen, eine im Mittelmeergebiet einzigartige Situation, überlagern. Das ganze regionale Territorium ist reich an archäologischen Funden, die nur teils ans Licht kamen. Sybaris wurde rund um das 730-720 vor Christus von den Achaiern gegründet und war zusammen mit Kroton und Taranto eine der größten Städte der Magna Grecia, die über 100'000 Einwohner zählte, die auf 510 Hektaren Territorium verteilt, umgeben vom zehn Kilometer langen Mauerring, lebten. Die heute übrig gebliebenen, geschichteten Reste der drei antiken Städte Sybaris, Thourioi und die römische Copia ragen in der Ausgrabungsstätte von Sibari empor und bilden ein Unikat in der ganzen östlichen Welt. Angrenzend an den Archäologischen Park von Sibari, der im 1996 eingeweiht wurde, befindet sich das neue Archäologische Nationalmuseum der Sibaritide, das ein zentrales Kultur- und Geschichtszentrum der Ionischen Küste der Provinz Cosenza darstellt. Die Anlage stellt die wichtigsten Funde aus dem umliegenden Territorium aus und beinhaltet auch die Entdeckungen aus der Vorkolonialzeit der Stätte von Francavilla Marittima und Castiglione di Paludi. Kroton war eine antike und mächtige Achaierkolonie des siebten Jahrhunderts vor Christus, die durch fast 20 Kilometer Verteidigungsmauern und über 150'000 Soldaten verteidigt wurde und Sitz der Schule Pythagoras und der Turn- und Medizinerschule, die zu den besten in der antiken Welt zählte, war. Zehn Kilometer südlicher von Crotone ragt auf dem Kap von Capo Colonna der gleichnamige archäologische Park empor. Es handelt sich hierbei um 30 Hektaren Gelände, die als Ausgrabungsstätte dienen und 20 Hektaren Wald und mediterrane Macchia, die eines der heiligsten Gebiete des Mittelmeerraumes beherbergen. In Capo Colonna ragt einst die majestätische Wallfahrtskirche, die der Hera Lacinia, Ehefrau und Schwester des Zeus, gewidmet war und die Beschützerin der Weiden, der Frauen, der weiblichen Fruchtbarkeit, der Familie und der Ehe war. Das neue archäologische Museum sammelt die Funde aus der Ausgrabungsstätte. Die Überreste aus der vorkolonialen Zeit sind im Antiquarium des Turmes Nao ausgestellt, der sich innerhalb des Parks befindet. Im besser ausgestatteten archäologischen Nationalmuseum von Crotone befinden sich die ersten Funde aus der Frühzeit und der wertvolle Schatz der Hera. Die Resten der antiken griechischen Stadt von Skilletion, die anschließend eine römische Kolonie namens Scolacium war, sind innerhalb des gleichnamigen archäologischen Parks mit dem angrenzenden Antiquarium von Roccelletta, der im 1982 gestiftet wurde, gut sichtbar. Der Park beherbergt die interessanten und wunderschönen Ruinen von Santa Maria der Roccella und zur Vervollständigung der antiken Scolacium, das Amphitheater des dritten Jahrhunderts nach Christus, drei Thermalanlagen, eine Nekropole und das Aquädukt, die auf dem kleinen Hügel, der das Gebiet dominiert, durch einleitende Recherchen entdeckt wurden. Hipponion befindet sich vier Kilometer von der Küste entfernt auf einer kleinen Erhöhung auf weniger als 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Überreste des antiken Hipponion, das in der Nähe des vorgängig Veipo genannten indigenen Zentrums gebaut wurde, sind heute vom modernen Wohngebiet von Vibo Valentia bedeckt. Hipponion war eine Kolonie von Locri Epizefiri und wurde Ende des achten Jahrhunderts vor Christus zusammen mit Medma gegründet um neue kultivierbare Gebiete und eine kommerzielle Mündung zum Tyrrhenischen Meer zu haben. In den Sälen des Normannischen Schlosses wurde das archäologische Museum eingerichtet, das die Überreste aus den Ausgrabungen der griechischen Stadt beherbergt. Die antike Kolonie von Lokroi Epizephyrioi wurde kurz nach der Gründung von Kroton im 709 vor Christus gestiftet. Locri Epizefiri zählte zu den wichtigsten Städten der Magna Grecia und war die Geburtsstadt von Zaleuco, dem Autor des ersten Gesetzbuches mit jeweiliger Strafe und Nosside, Nacheiferin von Saffo und wichtigste Dichterin der Magna Grecia. Der archäologische Park befindet sich vier Kilometer vom heutigen Wohngebiet von Locri entfernt. Der Eingang ist direkt von der SS 106 Ionica zugänglich.

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