Scilla (RC)

Schönheit und Mythos der schrecklichen Skylla

Scilla ist ein kleiner Ort in der Provinz Reggio Calabria und eines der schönsten und charakteristischsten Dörfer Italiens, das auf einem hohen Felssporn über dem Meer aufragt. Als wichtiges touristisches Zentrum der Costa Viola, die ihren Namen der Farbe verdankt, die das anbrandende Wasser zu bestimmten Tageszeiten annimmt, präsentiert sich Scilla mit seinem antiken, an die Küste gelehnten Schloss, seinen farbenprächtigen und aneinander geschmiegten Häusern und seiner Meerenge, die den Blick freigibt auf Sizilien; das Ganze bildet wahrlich ein bezauberndes Panorama. Kürzlich wurde Scilla von der Cnn mit dem Dorf Chianalea in die Liste der schönsten Dörfer Italiens aufgenommen.
 
Der Zauber dieses Ortes, insbesondere bei Sonnenuntergang, wenn das Licht anfängt, weich zu werden und die ersten Lichter erstrahlen, ist ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
img
Der Zauber von Scilla, insbesondere bei Sonnenuntergang, wenn das Licht anfängt, weich zu werden, ist ein bezauberndes und betörendes Schauspiel.
 

Der älteste und stimmungsvollste Teil Scillas ist Chianalea, auch Klein-Venedig genannt, liegt es doch fast im Meerwasser. Die durch winzige Gassen voneinander getrennten, engen Häuser scheinen sich direkt aus dem blauen Meer zu erheben und haben ihre Fundamente direkt auf den Felsen. Das antike Dorf ist eine Abfolge charakteristischer Straßen, in denen man Kirchen und Brunnen bewundern kann, überragt vom schlichten Castello di Ruffo.

 
Scilla
 

Die Ursprünge des an Geschichte und Geheimnissen so reichen Dorf Scilla liegen sehr weit zurück, von denen die meisten mit der Zerstörung Trojas in Verbindung gebracht werden sowie mit den Mythen und Legenden des Odysseus, mit Skylla und Charybdis, mit Homer und Dante Alighieri.
Der Name ist mit der mythologischen Figur der Skylla verbunden, einer jungen Nymphe, die Glaukos' Liebe zurückwies. Er wandte sich hilfesuchend an die Zauberin Kirke, die in ihn verliebt war, um das junge Mädchen zu erobern; die durch die Bitte auf der Stelle gekränkte Zauberin vergiftete das Wasser, in dem die Nymphe zu baden pflegte, und verwandelte sie in ein scheußliches Monster mit sechs Hundeköpfen, das alle Schiffe, die die Straße von Messina passierten, zerstörte.
In Scilla ist der Weg zwischen Meer und Berg äußerst kurz. Durchquert man die Ebenen des Dorfes Melia kommt man nach wenigen Kilometern nach Gambarie, in die Gegend von Santo Stefano d'Aspromonte, das im Süden als Skiort bekannt ist, wo es möglich ist, vor dem Panorama des Meeres Ski zu fahren.

 
Scilla
 
Die Dorfstrände von Scilla

Die Küste um Scilla bietet kleine, abgelegene und schwer zugängliche Strände, aber auch größere, mit allem Komfort ausgestattete Strände.
Der bekannteste und beliebteste Strand von ganz Scilla ist zweifellos Marina Grande, ein langer Strand, an dem Sie Badeanstalten mit Sonnenschirmen, Liegen, aber auch Bars, Restaurants und viele typische Plätze finden. Er wird von imposanten Felsen begrenzt, die steil ins Meer stürzen und die Landschaft sehr eindrucksvoll machen.
In der Nähe von Marina Grande befindet sich auch der Strand von Punta Pacì, der sich besonders für Tauchbegeisterte eignet. In dieser Gegend fällt der Meeresboden abrupt ab und ist das kristallklare Wasser besonders reich an Pflanzen und Tieren, ein wahres Paradies für alle, die gerne schwimmen oder einfach nur schnorcheln.
Cala delle Rondini ist ein Strand, der von unberührter Natur umgeben ist, wo man zwischen einer beschaulichen Landschaft und einer wunderbaren Natur die Sonne genießen kann. Diese kleine Bucht ist schwer zugänglich, was sie äußerst exklusiv macht.
Einer der schönsten Strände von Scilla, und wohl der mit dem saubersten und glasklarsten Wasser, ist die Spiaggia delle Sirene, die im Sommer sehr beliebt ist, vor allem bei denen, die den hohen Wasserstand und die bezaubernde, an Flora und Fauna reiche Unterwasserwelt zu schätzen wissen.

 
Scilla
 
Castello dei Ruffo

Das imposante Castello dei Ruffo befindet sich auf der „Rocca di Scilla“, die im Süden das Viertel „Marina Grande“ und im Norden das malerische Fischerviertel Chianalea mit den auf den Felsen gebauten Häusern überragt. Es ist normannischer oder schwäbischer Herkunft und zweifellos das wichtigste Denkmal des Ortes.
Ursprünglich wurde dieses Gebäude zu Verteidigungszwecken errichtet, bis Graf Paolo Ruffo 1532 beschloss, dieses schlichte Anwesen in eine Residenz umzuwandeln.
Heute beherbergt das Schloss Kongresse, Ausstellungen und Konferenzen und bietet ein wunderbares Panorama, das den Blick bis zur sizilianischen Küste und den Äolischen Inseln schweifen lässt.

 
Scilla
 
Das Dorf Chianalea

Chianalea, das als „Klein-Venedig des Südens“ bezeichnet wurde, ist ein malerisches Fischerdorf, in dem die Häuser direkt aus dem Meer aufzuragen scheinen, die Gassen von der Meeresbrise liebkost werden und die Luft vom Tosen der anbrandenden Wogen erbebt.
Die mit ihren 100 Plätzen winzige Chiesa di San Giuseppe war einst die Kapelle des Convento dei Crociferi. Der Ritus des Heiligen geht auf das 18. Jahrhundert zurück, als der Priester Giuseppe Bova einen dem Heiligen Joseph geweihten Altar errichten ließ. Noch heute wird der Ritus jedes Jahr an der Küste zwischen dem Hafen von Scilla und dem Strand mit einem Bootsrennen, der „Riatta“, gefeiert, das vor der Kirche endet.
Entlang der Gassen, die zum Meer führen, können Sie den Palazzo Scategna und den Palazzo Zagari bewundern, beides antike Adelsgebäude von großem Wert. In Chianalea hängen apotropäische, also Unheil abwehrende Masken über den Türen der Häuser. Heute sind diese Masken meist dekorativ, aber früher wurden sie zur Abwehr böser Geister verwendet.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehören auch die alten Brunnen und die Kirchen San Giuseppe und Santa Maria di Porto Salvo.

 
Scilla
 
Gastronomie

Scilla ist in der Tat eine der letzten Bastionen in ganz Kalabrien, in der die Tradition des Fischfangs überlebt und der Schwertfisch König ist. Ein Besuch in Scilla bedeutet also, dass man Gerichte probieren sollte, die diesem Fisch huldigen, wie zum Beispiel Schwertfisch-Sandwiches.
Die landschaftliche Vielfalt der Costa Viola erlaubt es zudem, die Besonderheiten der Tradition zwischen dem Meeres und den Vorhügeln des Aspromonte zu verkosten: Käse, Aufschnitt, Pilze und Gemüse in Öl, gegrillte Auberginen und getrocknete Tomaten, Oliven in Öl, gebackene Kürbisblüten, Ragùs und Soßen aus Ziegen- oder Schweinefleisch als Begleitung zu den hausgemachten Nudeln „maccarrùni i casa“.
Die wichtigsten Meeresfrüchte-Spezialitäten setzen charakteristische Fische wie Schwertfisch, Strumpfbandfisch, Hornhecht, Mohnfisch, Makrelenhecht und verschiedenen Krustentieren sowie Tintenfisch gekonnt in Szene. Alte Rezepte, die auf Strumpfbandfischen (Spatula alla „scigghitàna“) basieren, die mit der genau richtigen Menge Essig und würzigen Kräutern hergestellt werden, die zwischen den Weinreben entlang der Terrassen gedeihen, unterstreichen die gastronomische Berufung des Volkes zwischen Landwirtschaft und Fischfang. In der ganzen Gegend werden während der verschiedenen Feste zudem die charakteristischen „mustacciòli“ oder „nzuddhi“, „piparèlle“, „susumèlle“ oder „petrali“ aus Honig, Mandeln und aromatisierten Trockenfeigen hergestellt. Und am Ende einer Mahlzeit werden stets Cremes, Bonbons und Liköre auf der Basis von Zitronen, Orangen, Bergamotten gereicht.

 


 


Adresse Piazza San Rocco
  89058 Scilla (RC)
Telefonnummer 0965 754003
Fax 0965 754704
Webseite http://scilla.asmenet.it/
 

 

Im Sommer wird Scilla von zahlreichen Touristen besucht, die außer der Landschaft, ebenfalls von der Schwertfisch-Fischerei angezogen sind; schon im Spätfrühling fängt die Fischerei in der Meerenge an, mit galeerenartigen Schiffen, die Erbe der Schiffe Luntri sind; nach einer antiken Methode der Phönizien, wurden diese Boote, mit Wache und Harpune, für die Schwertfisch-Fischerei benützt. Der Meeresboden von Chianalea ist reich an Gesteine und Vegetation, es ist selbstverständlich ein beliebtes Ziel für Taucher und Geologen.

Scyllaeum ist einer der wunderschönsten Borgo Italiens; heute zählt es rund 5000 Einwohner mit einer Wirtschaft, die sich hauptsächlich auf die Fischerei basiert und es ist einer der schönsten Orte Kalabriens. Das Dorf hat eine Amphitheater Veranlagung über das Meer und es ist von einem Felsen überragt auf dem sich das imposante Schloss erhebt, das einst Besitz der Ruffo war und in Trümmern seit das Erdbeben in 1783 ist. Das Schloss erhebt sich auf dem Felsen Rocca di Scilla, der im Süden das Viertel Marina Grande (der Strand der Sirenen) überragt und im Norden das Fischerviertel Chianalea, wo die Häuser auf den Klippen erbaut wurden und die Gassen einen bezaubernden Panoramablick auf die Meerenge erlauben. Auf dem Strand, Marina Grande, befindet sich die barocke Kirche des Heiligen Geistes (Chiesa dello Spirito Santo). Im San Rocco Platz, vor dem Rathaus, eröffnet sich ein wunderschöner Aussichtspunkt. Daneben gibt es ein Monument des Schwertfischs, das Symbol von Scilla. Sehr sehenswert ist die Kirche Maria Santissima Immacolata, die erst in frühchristlicher Zeit erbaut wurde, aber heute kann man das Bauwerk des 20. Jahrhunderts betrachten (die Kirche wurde auch im 17. und 19. Jahrhundert wieder aufgebaut); sowie die Kirche San Rocco, der Schutzpatron dieses Dorfes, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde aber durch das Erdbeben in 1908, erlitt es zahlreiche und schwere Schaden; zuletzt gibt es die Grotte Tremusa, außerhalb des Wohngebiets, die durch zahlreiche Konkretionen und eine Ablagerung weißer Muschel geprägt ist.

Sehr interessant ist die Kirche Maria Santissima Immacolata, die erst in frühchristlicher Zeit erbaut wurde und dessen Ursprünge in der normannischen oder Staufer Epoche zurückliegen; ohne Zweifel handelt es sich um das wichtigste Monument von Scilla. Sehenswert ist außerdem die Kirche San Rocco, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde und dem Schutzpatron des Dorfes gewidmet ist.



mappa-header.png
MAPPE
IHRE PERFEKTE REISE





 
meandcalabria-header.png
ME AND CALABRIA
ERSTELLEN SIE IHREN REISEPLAN UND TEILEN SIE IHN MIT WEM SIE MӦCHTEN