Papasidero (CS)

Der magische Ruf der Urgeschichte

Papasidero ist eine alte basilianische Siedlung, die auf einem Felsvorsprung des Monte Ciagola am linken Ufer des Flusses Lao im Herzen des Nationalparks Pollino in der Provinz Cosenza liegt.
 
Die gut erhaltenen Altstadt mit typisch mittelalterlichen Grundriss kann am besten zu Fuße erkundet werden.
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Die Grotta del Romito ist einen der interessantesten Ausdrücke der Felskunst der Altsteinzeit dar.
 

Papasidero verdankt seinen Namen einem Hemumen-Mönch aus dem Osten, das Oberhaupt einer der vielen religiösen Gemeinschaften, die das Tal besiedelten. In der Umgebung sind Spuren von Menschen aus der Altsteinzeit erhalten, die durch die Funde in der berühmten Grotta del Romito (Höhle des Einsiedlers), einige Kilometer nördlich der Stadt, belegt werden.
Außerhalb des Dorfes, am Fuße des Monte Ciagola, befindet sich die prähistorische Stätte der Grotta del Romito (Höhle des Einsiedlers), wo der Bos primigenius (Auerochsen) bewundert werden kann. Hierbei handelt es sich um eine 12.000 Jahre alte Petroglyphe, die ein Rind darstellt. Auf dem Gelände befinden sich Skelettpaare, die vor 9.200 Jahren bestattet wurden. Beim letzten Knochenfund handelt es sich um einen jungen Mann, der vor gut 14.000 Jahren gelebt hat.

 
Papasidero
 

Die prähistorische Höhle des Einsiedlers ist zweifellos die touristische Hauptattraktion, die das kleine mittelalterliche Dorf zu bieten hat, und stellt einen der interessantesten Ausdrücke der Felskunst der Altsteinzeit dar. Das Gebiet, indem ein Archäologischer Park eingerichtet wurde, verfügt über ein kleines pädagogisches Museum mit allen wichtigen Informationen.
Papasidero ist auch Ausgangspunkt für unvergessliche Ausflüge in die Natur des Pellegrino-Massivs und des Nationalparks Pollino. Das gesamte Gemeindegebiet von Papasidero gehört zum wunderschönen Naturschutzgebiet des Laotals, das sich über 5.000 Hektar entlang des gleichnamigen Flusses erstreckt.
Der Fluss Lao, eine der intaktesten und ökologischsten Wasserstraßen Italiens, teilt das Naturschutzgebiet in zwei Hälften und grenzt auf natürliche Weise zwei Gebiete ab. Der östliche Teil ist zwar interessant, wurde aber aufgrund der vorhandenen Siedlungen stärker beeinflusst und wird sowohl landwirtschaftlich als auch als Weideland genutzt. Der westliche Bereich hingegen ist naturbelassener und faszinierender.
Obwohl sich die Ortschaft in höheren Lagen des Pellegrino-Massivs liegt, ist doch die Tyrrhenische Küste nicht weit entfernt. Die großen Badeorte der Riviera dei Cedri (Zitronatzitronenküste) wie Scalea, Fuscaldo und Diamante sind nicht weit entfernt.

 
Papasidero
 
Die Grotta del romito (Höhle des Einsiedlers)

Die 1961 im Gemeindegebiet von Papasidero ans Licht gekommene Entdeckung, warf ein außergewöhnliches Licht auf die prähistorischen Ereignisse in Nordkalabrien und zeigte, dass die Regione bereits vor 20.000 Jahren bewohnt war.

Der Mann der Höhle des Einsiedlers war ein Cro-Magnon, er wusste nichts über Tierzucht, Landwirtschaft und Töpferei.
Homo sapiens hat die Höhle sehr intensiv bewohnt. Davon zeugen unzählige Stein- und Knochenwerkzeugen, wunderbare Wandmalereien und Überreste von Skeletten. Die berühmten Petroglyphe wurden auf zwei große Felsbrocken an den beiden Enden der Höhle gemalt. Im ersten Fall handelt es sich um einfache gerade Linien, die in alle Richtungen ohne erkennbare Bedeutung angeordnet sind. Die Zweite, jene des so genannten „Masso dei Tori“ (Felsen der Stiere), zeigt drei Profile des Auerochsen, die dem für das Mittelmeer und die französisch-kantabrische Provinz typischen Stilmerkmal aufweist. Der kulturelle Wert des Einsiedlers wird auch durch die wichtigen Grabkontexte unterstrichen: Es wurde eine Doppelbestattung mit den Überresten eines jungen Mannes mit Zwergwuchs gefunden, der eine ältere Frau umarmt. Die Grabbeigabe enthielt Hörner des Auerochsen, Elemente rustikaler Töpferwaren und Feuersteinwerkzeuge. Ferner wurden noch zwei Doppelbestattungen und zwei Einzelbestattungen, immer mit der gleichen Grabbeigabe (Knochenspeere mit geometrischen Einschnitten) ausgegraben.
Die etwa 1,20 Meter lange Stierfigur ist auf einem etwa 2,30 Meter langen und um 45 Grad geneigten Felsbrocken eingraviert. Die Zeichnung beeindruckt durch perfekte Proportionen und wurde mit einer sicheren Strichführung ausgeführt. Einige Details werden detailliert dargestellten, wie die Nasenlöcher, der Mund, das leicht spitze Auge und das Ohr.
Unter der großen Figur eines Stiers ist eine weitere Figur, allerding viel leichter eingeritzt, von der nur Brust, Kopf und ein Teil des Rückens ausgeführt wurden.
Die zuletzt durchgeführten Ausgrabungen haben die Überreste einer vierten Bestattung ans Licht gebracht, die noch älter sind.

 
Papasidero
 
Naturschutzgebiet des Laoflusstals

Der Flusslauf des Lao, dessen Name an die antike griechische Kolonie Laos erinnert, durchquert das ganze Jahr über die Gebiete des Nationalparks Pollino und pflügt spektakuläre Schluchten in die Landschaft, die sich entlang des Tals der laotischen Dörfer öffnen. Aufgrund seiner Eigenschaften ist der Fluss Lao ein beliebtes Ziel für Rafting- und Kanufreunde, die die Schönheit der unberührten Landschaft, die das Naturschutzgebiet des Laostals auszeichnet, genießen und die Stromschnellen herausfordern möchten. Die von erfahrenen Führern organisierten Ausflüge bieten auch Anfängern unvergessliche Momente. Es werden auch Trekking-Touren angeboten, bei denen man die historischen Dörfer entdecken kann. Letztere sind eine Fundgrube an Kunstwerken, Handwerkskunst („Strada degli antichi mestieri“ - Straße des alten Handwerks) und traditionellen Aromen, die es zu entdecken gilt. 

 
Papasidero
 
Wallfahrtskirche der Madonna di Costantinopoli (Muttergottes von Konstantinopel)

Mönche haben in Papasidero zahlreiche Kultstätten errichtet, darunter die Wallfahrtskirche der Heiligen Maria von Konstantinopel. Die Wallfahrtskirche liegt eingebettet in einer zauberhaften Umgebung und bietet ein sehr eindrucksvolles Bild. Die am rechten Ufer des Flusses Lao stehende Kirche wurde zu ihrem Schutz auf einer Felswand errichtet. Die Wallfahrtskirche, ein beliebtes Ausflugsziel der Papasideresi, ist über einen Pfad mit gepflasterten Stufen und eine Bogenbrücke erreichbar, die die beiden Ufer des Flusses miteinander verbindet. Die heutige Brücke ist der Bau eines alten mittelalterlichen Durchgangs, der noch heute existiert und „della Rognosa“ (der Räudigen) genannt wird.
Die Hl. Maria von Konstantinopel ist die Schutzpatronin von Papasidero. Viele Gläubige aus Kalabrien und Basilikata unternehmen Wallfahrten zum Heiligtum. Das ursprüngliche Gebäude ist am Fuße des Gemäldes der Heiligen Maria von Konstantinopel abgebildet, das in der Kapelle der Heiligen Sophia aufbewahrt wird. In der Wallfahrtskirche kann man an einer Felswand gemaltes Fresko aus dem 17. Jahrhundert und die Statue der Heiligen Maria von Konstantinopel bewundern.

 
Papasidero
 
Gastronomie

Die typischen Papasidero-Produkte spiegeln die gastronomischen Traditionen der Region wider und reichen von frischem und geräuchertem Ricotta, frischem (Paddata) und gereiftem Pecorino-Käse bis zu Wurstwaren wie Pancetta, Guanciale, Capocollo, Wurst und Soppressata.
Die typischen Gerichte des Ortes haben einen antiken Ursprung: Fusiddi (Nudeln) mit Ziegenfleischsauce; Rascatiddi mit geräuchertem Ricotta; Laghini und Ciciri (Nudeln und Kichererbsen); Suppe mit weißen Bohnen, den so genannten „Poverelli“: Zu den typischen Süßspeisen zählen Mastazzuli, Crispeddi, Pucciddati, Pizzatula, Crocette, Sanguinaccio, Zirpoli und Bocconotti.

 


 


Adesse via Municipio, n. 9
  87020 Papasidero (CS)
Telefonnummer +39 0981 83078
Fax +39 0981 83107
Webseite http://www.comune.papasidero.cs.it/
 

 

Außerhalb des Dorfes, am Fuße des Berges Ciagola, befindet sich die prähistorische Stätte Grotta del Romito, in dem man den Bos primigenius bewundern kann, eine 12.000 Jahre alte Felszeichnung die einen Ochsen darstellt. In der Stätte findet man auch mehr als 9.200 Jahre alte Skelettbestattungen, zu denen sich ein letzter 14.000 Jahre alter Befund der Knochen eines jungen Mannes hinzufügen.



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