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Morano Calabro (CS)

Eine Krippe am Fuße des Pollino

Eine Explosion von Farben bildet den Hintergrund zu Morano Calabro, einer kleinen historischen Ortschaft nördlich von Cosenza. Morano Calabro liegt auf einer Hügelspitze, an der sie sich wie eine Krippe erstreckt, mit dem Pollino-Massiv im Hintergrund.
 
Morano Calabro gehört seit 2003 zu den schönsten Ortschaften Italiens und ist auch eine der Hauptattraktionen des Nationalparks Pollino, dessen majestätische, üppige Natur es mit unvergesslichen Landschaften teilt.
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Die weißen Häuser fallen wasserfallartig den kegelförmigen Hügel hinunter, der die Landschaft überragt, während auf dem Gipfel die unfehlbare Burg zu sehen ist.
 

Die dicht stehenden schmalen Steinhäuser, die Bögen und die Türme, die es charakterisieren, kombinieren sich perfekt mit den umliegenden Natursehenswürdigkeiten.
Morano ist eine uralte Ortschaft, deren Name zum ersten Mal auf einem Meilenstein aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. erscheint, der in Polla in Vallo di Diano gefunden wurde. Der eingravierten Inschrift zufolge war die Ortschaft damals eine Station auf der alten Konsularstraße Regio-Capuam.
Die Ortschaft Morano weist drei Ortsviertel rund um die Burg und die wichtigsten Kirchen auf und dehnt sich innerhalb der Ringmauern zum Tal hin aus. Das dichte und verworrene urbane Geflecht macht Morano zu einem der am besten erhaltenen mittelalterlichen Ortskerne von ganz Kalabrien.

 
Morano Calabro
 

Um in seine magische Atmosphäre einzutauchen, muss man sich in das Labyrinth der engen, gewundenen, steil abfallenden, teilweise in den Fels gehauenen Gassen begeben, die sich in ein kompaktes Gefüge von Häusern, Kirchen, Klöstern, Bögen, Portalen, Unterführungen, Treppen, Plätzen einschieben.
All dies ruft sofort Escher in Erinnerung und tatsächlich besuchte der große holländische Holzstecher 1930 Morano Calabro und hinterließ ein prächtiges Spiegelbild davon, auf dem das Dorf und die umliegende Landschaft wie in einem Spiegel auf dem Kopf stehend dargestellt sind.
Die Ortschaft bietet auch die Gelegenheit, eine unerwartete Menge an Kunstwerken zu entdecken, die auch von führenden Künstlern wie Bartolomeo Vivarini und Pietro Bernini stammen.
Die malerischen Gassen ziehen sich den Ort empor und führen an herrschaftlichen Palazzi und Kirchen vorbei, bis man den Gipfel erreicht, auf dem die Ruinen einer alten Burg stehen, die Teil eines im 13. Jh. errichteten Verteidigungssystems war und einen bereits im 10. Jh. bestehenden Bau erweiterte. Von der Normannen-/Stauferburg geht es hinunter bis zur ältesten Ortskirche San Pietro e Paolo, die auf das Jahr 1000 zurückgeht, aber innen im spätbarocken Stil umgebaut wurde.
Weitere religiöse Juwelen sind die Kirche San Nicola di Bari und die Kirche und das Kloster Bernardino da Siena, ein seltenes Beispiel kalabrischer Klosterarchitektur des 15. Jahrhunderts. Vor der Fassade befindet sich ein Portikus mit vier Bögen, das im 17. Jh. den ursprünglichen Bau ersetzte, von dem jedoch an den Innenwänden stark beschädigte Freskenfragmente aus dem Jahr 1499 erhalten geblieben sind.
In der Kirche gibt es eine beträchtliche Anzahl wertvoller Kunstwerke, darunter eine hölzerne Kanzel von 1611, mit Heiligenfiguren in Basrelief geschnitzt; eine gemeißelte und vergoldete Statue von San Bernardino aus dem 17. Jh.; eine im 17. Jh. von Daniele Russo gemalte Unbefleckte Jungfrau.
Die Stiftskirche Santa Maria Maddalena stammt aus der byzantinischen Zeit und hat eine imposante Kuppel und einen Glockenturm, die mit grün-gelber Majolika bedeckt sind und deren Besonderheit darin besteht, dass sie von jeder Ecke der Ortschaft aus sichtbar ist. Die Bedeutung der Stiftskirche Santa Maria Maddalena liegt auch darin begründet, dass sie ein wichtiges kunsthistorisches Zentrum ist, in dem Kunst, Kultur, Spiritualität und Natur aufeinander treffen, was sie zu einem Ort der Erneuerung von Körper und Seele und zu einer echten Museumskirche macht.
Andere religiöse Gebäude, die man besichtigen sollte, sind die Kirche Santa Maria del Carmine und, außerhalb der Ortschaft, das Kapuzinerkloster mit seinem schlichten Kreuzgang aus dem 17. Jh. sowie die Ruinen des Klosters von Colloreto, das in einen großen Steineichen- und Buchenwald am Fuße des Pollino eingebettet ist. 

 
Morano Calabro
 
Die Normannen-/Stauferburg

An der Spitze der Ortschaft Morano erhebt sich die Normannen-/Stauferburg, deren Anlage teilweise an die Burg Maschio Angioino von Neapel erinnert.
Die malerischen Ruinen der Burg, die sich in einer herrlichen Lage befindet, in der es bereits einen römischen Wachturm gegeben haben muss, beherrschen das gesamte Tal des Flusses Coscile, der zuzeiten der Magna Grecia Sybaris hieß. Die Burg wurde auf den Resten dieses Vorpostens erbaut und nahm im 16. Jahrhundert unter Pietro Antonio Sanseverino seine heutige Form an. Sanseverino selbst nutzte es als Sommerresidenz und rief die besten Architekten Neapels, damit sie ihr die erhoffte prächtige Form geben sollten.
Es war eine bedeutende Burg mit drei Stockwerken und quadratischem Grundriss, sechs zylindrischen Türmen und einem Graben mit Zugbrücke. Und es war umgeben von Außenwerken und Graben, es hatte Schutzwälle und eine Zugbrücke. Im Innern bestand es aus großen Räumen, die in mehrere Wohnungen unterteilt waren, und man schätzt, dass es die Kapazität einer Garnison von tausend Mann hatte.
1806 wurde es von den Franzosen bombardiert und erlebte sodann einen rasanten Verfall. Die Baumaterialien der Burg wurden abgetragen, so dass am Ende nur wenig stehen blieb. Erst die jüngsten Sanierungsarbeiten setzten einen Teil der Fassaden, zwei Vordertürme und einige Innenräume wieder instand, die heute für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

 
Morano Calabro
 
Kloster San Bernardino da Siena

Die San Bernardino da Siena geweihte Franziskanerkirche befindet sich in der Nähe der Gartenanlage.
Die Kirche, ein Beispiel der Klosterarchitektur des 15. Jahrhunderts, wurde im spätgotischen Stil erbaut, welcher im Rahmen einer „philologischen“ Sanierung in den 50er-Jahren wieder ans Licht gebracht wurde, als man die stilistischen Überschneidungen späterer Epochen beseitigte.
Im vorderen Portikus, der an der Fassade vier Rundbögen und einen seitlichen Bogen aufweist, kann man interessante Freskenfragmente aus dem Jahr 1499 bewundern, die in ihrem Stil dem Zyklus der Kathedrale von Cassano Ionio ähneln.
Zwei spätgotische Portale aus gelbem Stein stechen an der Fassade hervor: ein Spitzbogenportal auf Bündelpfeilern (Zugang zur Kirche), ein Stichbogenportal (Zugang zum Kreuzgang) unter kampanischem Einfluss stehend als Ableitung der in der neapolitanischen Architektur für Zivilbauten verwendeten Stilelemente.
Die Verwendung von unverputzten Materialien verleiht dem Gebäude jene Strenge und Schlichtheit, die für Franziskaner so typisch ist. Die hohen und kahlen Wände des einschiffigen Innenraums bildeten den Hintergrund, vor dem einst Architektur und Kunst gut harmonierten und der auch heute noch eine schlichte und zugleich mystische Atmosphäre vermittelt.
In der Mitte ragt ein großes, dramatisches Holzkreuz aus dem 15. Jh. hervor, das die Inschrift „Hic me solus amor non mea culpa tenet“ trägt. Darunter stand einst ein grandioses Polyptychon von Bartolomeo Vivarini, 1477 datiert und signiert, das später in die Sakristei der Stiftskirche Santa Maria Maddalena gebracht wurde und dort verwahrt wird.

 
Morano Calabro
 
Fahnenfestival

Das Fahnenfestival fand bis 1806 in Morano Calabro statt und wurde 1996 wieder eingeführt. Heute findet es im Frühjahr oder Sommer statt und gedenkt einer epischen Schlacht, die um das Jahr 1000 zwischen den Einwohnern von Morano und den sarazenischen Invasoren stattfand. Der Legende nach wurde während der Schlacht einer der Sarazenen enthauptet und sein blutender Kopf als Zeichen des Sieges auf den Straßen gezeigt. Die Veranstaltung, an der ein Großteil der Bürger teilnimmt, möchte die Geschichte, Kultur und Traditionen hervorheben und dabei das Wissen rund um die Wurzeln des Ortes vertiefen, die im Laufe der Zeit seine Kultur zutiefst beeinflusst haben. An diesen Tagen strömen viele Touristen nach Morano, denen Unterhaltung, Spaß und Kultur geboten wird. In der Tat wird jeder Winkel der Ortschaft mit kostümierten Figuranten, Straßenkünstlern, Fahnenschwingern, Rittern, Ausstellungen, Ständen mit allerlei handwerklich hergestellten Gegenständen und Imbissständen belebt, die typische lokale Delikatessen anbieten.

 
Gastronomie

Die Wunder von Morano Calabro findet man in der Natur, aber auch in den typischen Gerichten wieder, die es zu probieren gilt. Das Gebiet produziert ein ausgezeichnetes Olivenöl und andere exquisite Genusserlebnisse Kalabriens wie Käse Caciocavallo, Mozzarella, Treccia, Ricotta, Pecorino, die alle aus der handwerklichen Milchverarbeitung von einheimischen Schafen stammen. Dabei sollte man unbedingt die felciata probieren, ein Frischkäse, der in Farn eingewickelt und konserviert wird.
Morano ist auch ein Land der hausgemachten Nudeln, insbesondere der Gnocchi, der sogenannten cavateddri; rascateddri, Makkaroni mit Wurstsauce; lagane, Nudeln mit Bohnen oder Kichererbsen. Eines der exklusiven Gerichte von Morano ist stoccu e pateni, Stockfisch mit Kartoffeln und getrockneten Paprikaschoten.

 


 


Adresse Piazza Giovanni XXIII
  87016 Morano Calabro (Cs)
Telefonnummer +39 0981 31021
Fax +39 0981 31036
Webseite http://www.comunemoranocalabro.it/
 

 

Morano Calabro ist eines der wichtigsten und suggestivsten Zentren des Nationalparks des Pollinos. Die Ortschaft befindet sich in einer optimalen Position, von welcher aus man den kalabrischen Hang des Gebirgsmassivs, die Gipfel des Dolcedorme und der Serra del Prete erblicken kann. Die Siedlung von Morano Calabro ist in drei Stadtvierteln gegliedert, und entwickelt sich rund um das Schloss und die wichtigsten Kirchen, zum Tal hin und wird von einem Mauersystem umgeben. Die Stadt präsentiert sich dicht und verfahren und gehört zu den suggestivsten und am besten konservierten mittelalterlichen Altstädten Kalabriens. Die Schönheit der Landschaft vereint mit den zahlreichen Stätten historisch-kulturellen Wertes, verleihen Morano Calabro den Titel Borghi più belli d'Italia. Zwischen Sträßchen und Freitreppen, malerischen Unterführungen und Häusern, die aneinander lehnen, kann man den eleganten Palast Rocco in der Nähe des Tores Ferrante und der Palast Serranù, von welchem aus man ein wunderschönes Panorama über den tiefer gelegenen Teil der Stadt genießen kann. Im höheren Teil des Dorfes ragen die Ruinen des imposanten Schlosses normannischen Ursprungs empor, das im 16. Jahrhundert wiedergebaut wurde und den Sanseverinos gehörte. Auch von hier aus besteht ein suggestiver Ausblick, den man genießen kann.

Zu den Stätten, die es zu besuchen gilt, zählt die Kirche von San Bernardino da Siena, dem Schutzpatron des Dorfes, mit dem angrenzenden Kloster, das eines der schönsten Beispiele der kalabrischen Architektur des 15. Jahrhunderts mit seinen eleganten gotischen Linien darstellt. Die Kirche wurde im 1452 nach Willen von Antonio Sanseverino, der Prinz von Bisignano war, konstruiert und im 1485 durch Rutilio Zanone, dem Bischof von San Marco Argentano geweiht. Eine weitere Etappe ist das nahe Münster der Maddalena, die auf den gleichgenannten Platz geht. Es handelt sich hierbei um eine der größten und schönsten barocken Kirchen der Region, wessen Bau auf die byzantinische Epoche zurückgeht. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wiedergebaut und zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert vervollständigt und weist eine sechseckige Kuppel auf, die durch bunte Steingutkacheln bedeckt ist und eine große theatralische Wirkung hat. Die Spitze des Glockenturm mit quadratischer Basis wurde im 1814 gebaut und ist ebenso mit Majolika bedeckt. Die Fassade ist neoklassisch. In der Nähe des Platzes von San Pietro ragt die Kirche der SS. Apostel Peter und Paul empor, mit einer interessanten Fassade und einem römischen Glockenturm mit quadratischer Basis mit Fenstern, als einzige Überreste des antiken Baus. Am nahen Platz Castello besteht die Kirche der Bruderschaft der Annunziata. Wenn man zum tieferen Teil des Dorfes zurückkehrt, geht man durch enge und suggestive Gässchen entlang der Straße von San Nicola, um danach auf dem, dem Heiligen gewidmeten Platz, zu münden. Hier bestehen eine schöne Denkmalfontäne aus dem 1590, das Werk lokaler Meister war und wo die Kirche von San Nicola aus Bari emporragt, die ein spitzbogiges Tor aus dem 16. Jahrhundert hat und innen interessante barocke Formen und ein Jüngstes Gericht von Angelo Galterio aus Mormanno aus dem 1739 sowie weitere Gemälde aus dem 18. Jahrhundert und Holzskulpturen des 17. und 18. Jahrhunderts aufbewahrt.

Zu den Stätten, die es zu besuchen gilt, zählt die Kirche von San Bernardino da Siena, dem Schutzpatron des Dorfes, mit dem angrenzenden Kloster, das eines der schönsten Beispiele der kalabrischen Architektur des 15. Jahrhunderts mit seinen eleganten gotischen Linien darstellt. Die Kirche wurde im 1452 nach Willen von Antonio Sanseverino, der Prinz von Bisignano war, konstruiert und im 1485 durch Rutilio Zanone, dem Bischof von San Marco Argentano geweiht. Eine weitere Etappe ist das nahe Münster der Maddalena, die auf den gleichgenannten Platz geht. Es handelt sich hierbei um eine der größten und schönsten barocken Kirchen der Region, wessen Bau auf die byzantinische Epoche zurückgeht. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wiedergebaut und zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert vervollständigt und weist eine sechseckige Kuppel auf, die durch bunte Steingutkacheln bedeckt ist und eine große theatralische Wirkung hat. Die Spitze des Glockenturm mit quadratischer Basis wurde im 1814 gebaut und ist ebenso mit Majolika bedeckt. Die Fassade ist neoklassisch. In der Nähe des Platzes von San Pietro ragt die Kirche der SS. Apostel Peter und Paul empor, mit einer interessanten Fassade und einem römischen Glockenturm mit quadratischer Basis mit Fenstern, als einzige Überreste des antiken Baus. Am nahen Platz Castello besteht die Kirche der Bruderschaft der Annunziata. Wenn man zum tieferen Teil des Dorfes zurückkehrt, geht man durch enge und suggestive Gässchen entlang der Straße von San Nicola, um danach auf dem, dem Heiligen gewidmeten Platz, zu münden. Hier bestehen eine schöne Denkmalfontäne aus dem 1590, das Werk lokaler Meister war und wo die Kirche von San Nicola aus Bari emporragt, die ein spitzbogiges Tor aus dem 16. Jahrhundert hat und innen interessante barocke Formen und ein Jüngstes Gericht von Angelo Galterio aus Mormanno aus dem 1739 sowie weitere Gemälde aus dem 18. Jahrhundert und Holzskulpturen des 17. und 18. Jahrhunderts aufbewahrt. Die Überresten des Schlosses beherrschen den Hügel, auf welchem die zauberhafte Ortschaft auf 700 Metern Höhe verschanzt ist. Die Festung wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut und hat einen älteren und mächtigeren Turm einverleibt. Die Gegend hätte schon im römischen Zeitalter als Verteidigungsanlage gedient. Das Schloss wurde über die Jahrhunderte zutiefst verändert. Dies um den wechselhaften Bedürfnissen der Inhaber und deren Geschmack sowie den Trends der Epoche entgegen zu kommen. Im Laufe des 16. Jahrhundert hat der Lehensherr Pietrantonio Sanseverino Erweiterungsarbeiten veranlasst. Er hat neapolitanische Architekten engagiert, die architektonische Elemente des imposanten „Maschio Angioino“ aus Neapel wieder aufgenommen haben. Das Schloss wurde schließlich zu seinem Wohnsitz.



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