Castrovillari (CS)

Die Stadt des Karnevals am Fuße des Pollino

Castrovillari liegt in einer natürlichen Senke, der Conca del Re, etwa 360 Meter über dem Meeresspiegel, umgeben von den kalabrischen Apenninen und ist die größte Ansiedlung des Pollino-Nationalparks.
 
Die bezaubernde Stadt mittelalterlichen Ursprungs ist reich an Kunst- und Kulturschätzen ist deutlich in zwei Bereiche unterteilt: den modernen Teil, der sich in einem flachen Gebiet befindet,
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Die Dynamik des Karnevals von Castrovillari macht seit jeher die Verbindung aus Masken und Folklore aus, eine Kombination, die die Grundlage für eine massive Beteiligung des Volkes bildet.
 

und den antiken Teil namens Civita, der die Altstadt und elegante Monumente umfasst und am Ende eines felsigen Ausläufers liegt, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Ebene von Sibari genießen kann.

 
Castrovillari
 

Die Ursprünge der Stadt gehen auf das Mittelalter zurück; dank ihrer strategischen Lage und der guten Verbindungswege zwischen der Küste und dem Hinterland war sie seit jeher eines der wichtigsten Wirtschafts- und Handelszentren der Region.
Castrumvillarum ist der älteste Name der Stadt, dessen Wurzeln jedoch sehr viel weiter zurückreichen als nur in die lateinische Epoche, wie beträchtliche archäologische Funde auf dem Land belegen, die auf die hellenistisch-römische Zeit bis zum Niedergang der Antike verweisen, wie im Fall der Nekropole auf dem Hügel von Celimarro (4.-6. Jh. n. Chr.) und dort gefundene Grabbeigaben hauptsächlich aus Bronze und Keramik.

 
Castrovillari
 

Zu den schönsten Kunstwerken von Castrovillari gehört das franziskanische Protokonvent auf dem Lauro-Hügel, das 1220 von Pietro Cathin, einem Schüler des heiligen Franz von Assisi, gegründet wurde. Das Kloster erfuhr verschiedene Umgestaltungen, 1586 wurde der erste Kreuzgang wieder errichtet, an dessen Seite sich die Kirche und ihr Glockenturm erhoben. In den renovierten Räumen des franziskanischen Protokonvents befindet sich das kleine Archäologische Museum von Castrovillari, das Stein- und Knochenfunde aus der Altsteinzeit und verschiedene prähistorische Funde von außerhalb der Stadt beherbergt.
Die Kirche San Giuseppe, die ursprünglich der heiligen Maria von Konstantinopel geweiht war, stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie bewahrt ein Fresko aus dem 16. Jahrhundert mit der Madonna von Konstantinopel und zwei Gemälde: eines stellt die Himmelfahrt der Jungfrau Maria dar, das andere San Rocco. Die Burg von Castrovillari ist ein massiver mittelalterlicher Komplex, der von den Aragoniern im fünfzehnten Jahrhundert erbaut wurde. Sie ist das berühmteste und offensichtlichste Monument der Stadt und eine der am besten erhaltenen Burgen Kalabriens.

Castello aragonese

Im 15. Jahrhundert erlangten die Aragonier die Herrschaft über Neapel und hatten mit internen Aufständen in Kalabrien und Piratenangriffen an den Küsten des Königreichs zu kämpfen, weshalb sie begannen, sich durch den Bau von Festungen und Burgen zu schützen. Die Burg von Castrovillari steht auf dem Untergrund einer schwäbischen Festung und befindet sich auf einer flachen Landenge des antiken Dorfes, mit Blick auf die Täler von Coscile und Fiumicello.
Die Struktur gleicht außen einem einzigen trapezförmigen Mauerblock, während sie innen rechteckig ist und ihre Gleichförmigkeit durch vier zylindrische Ecktürme unterbrochen wird. Die Burgmauer verfügt nur über einen Eingang, wo sich einst die Zugbrücke befand, und im nordöstlich gelegenen Flügel wurden kürzlich Schlitze eingefügt, die den Lichteinfall und die Beleuchtung des Innenraums ermöglichen.
Das Schloss wurde nach den Plänen und architektonischen Kriterien des berühmten Militäringenieurs Francesco di Giorgio Martini als Gefängnis ersonnen, geplant und gebaut; laut notariellen Aufzeichnungen und Sterbeurkunden aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert wohl eines der schrecklichsten der Antike. Die Untergeschosse der Festung sind durch eine Reihe von dunklen Fluren, Geheimgängen und feuchten, düsteren Räumen mit Tonnengewölben gekennzeichnet. Ihr mit Hängebögen verzierter Bergfried ist wegen der schrecklichen Bestrafungen der darin eingesperrten Räuber traurigerweise als der Turm der Schändlichenbekannt. Der Turm der Schändlichen, der als Symbol der Stadt gilt, hat mehr als fünfhundert Jahre an Folterungen miterlebt und sorgt unablässig für eine kollektive Faszination.

 
Castrovillari
 
Der Karneval von Castrovillari

Die Ursprünge des Karnevals von Castrovillari gehen auf das Jahr 1635 zurück, als während der Karnevalsriten die theatralische Farce des Organtino aufgeführt wurde.
Die erste von der Pro Loco di Castrovillari geplante Veranstaltung geht auf das Jahr 1959 zurück, in dem die erste Ausgabe des Pollino-Karnevals und des Internationalen Folklorefestivals organisiert wurde. In den folgenden Jahren entwickelte, erweiterte und verbesserte die Pro Loco die Veranstaltung und gab den Menschen die Rolle der wahren Hauptdarsteller zurück, die von „passiven Zuschauern“ wieder zu „Protagonisten“ wurden. Der Karneval von Kalabrien gilt dank der Größe der Veranstaltung und der 60 aufeinander folgenden Ausgaben als eine der interessantesten traditionellen italienischen Karnevalsveranstaltungen überhaupt. Im Jahr 2017 wurde sie vom Ministerium für Kulturgüter, kulturelle Aktivitäten und Tourismus in die Liste der historisch bedeutenden italienischen Karnevale aufgenommen.
Die Absicht des Karnevals von Castrovillari lag in der Verbindung von Masken und Folklore, eine gewinnende Kombination, die durch die enorme Beteiligung der Bevölkerung bestimmt wurde, die ihn auch heute noch kennzeichnet. Ein Spektakel, das sich meisterhaft in die Folklore integriert und an der Gruppen aus ganz Italien und aus aller Welt teilgenommen haben. Im Rahmen der Veranstaltung werden unzählige kulturelle, künstlerische und sportliche Aktivitäten organisiert und es gibt zahlreiche Veranstaltungen, die eine Zeitspanne von zehn Tagen füllen und den Karneval von Castrovillari zu einem „Unikat“ in der Kulturlandschaft ganz Kalabriens machen. Ein großes Ereignis, das zum sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Wachstum der gesamten Region beiträgt und das Bild von Castrovillari im ganzen Land um eine weitere Facette bereichert.

 
Castrovillari
 
Itinerari escursionistici

Die Nähe des Nationalparks Pollino ermöglicht es den Besuchern von Castrovillari, die vielen Wander- und Trekkingmöglichkeiten zu nutzen, wie z.B. die Via dei Moranesi, Sassone und die Grotta di Donna Marsilia, den Tavolara-See, die Grotta di San Paolo und die Coscile-Schlucht. Neben diesen Aktivitäten ist es möglich, die Rafting- und Canyoningangebote entlang des Garga-Flusses, des Argentino-Flusses und vor allem die Abfahrt des Raganello zu nutzen, eine herausfordernde Raftingroute zwischen Stromschnellen und gewundenen Naturrinnen.

 
Castrovillari
 
Gastronomie

Die Küche des Gebiets des Pollino-Nationalparks hat ihre Wurzeln in den ältesten Volkstraditionen der Region, in denen die Verwendung von pflanzlichen Zutaten, insbesondere Getreide und Hülsenfrüchten, verwurzelt ist. Unbedingt probieren sollten Sie Schlangenkürbisse (Cocuzza longa), ein klassisches Gericht der einstigen einfachen Küche und auch heute noch eine typisches saisonales Gericht, oder Spargel-Omelett mit Brätwurst (Omelette „i sparici cu savuzizza“), ein weiteres typisches Gericht aus dem Pollino-Gebiet.
Außerdem die typischen Winterrezepte wie Pan cotto(Panicottu), das mit altem Brot und Brühe zubereitet wird, meistens mit dem Kochwasser von Bohnen, und angereichert mit zerstoßenen Bohnen, Olivenöl, etwas Gemüse, Salz, geriebenem Käse und Tomatenfilets; Tagliatelle mit Kichererbsen(Lagani e Ciciri), ein in der Region verbreitetes Gericht, das in einigen Orten des Pollino-Nationalparks am Fest des San Giuseppe verzehrt wird.

 


 


Adresse Piazza Municipio, 1
  87012 Castrovillari (CS) Italia
Telefonnummer 0981/2511 (10 linee)
Fax 0981/21007
Webseite www.comune.castrovillari.cs.gov.it/
 

 

Nachdem man entlang dem weiten Corso Garibaldi spaziert ist und man die antiken Adelsbauten dieser Straße bewundert hat, kann der Besuch Castrovillaris bei den zwei Palazzi Gallo beginnen, die auf dem Platz Vittorio Emanuele situiert sind. Es handelt sich um ein antikes Benediktinerkloster und ein massiver Bau rund um einen Hof, der nach den Regeln der neapolitanischen Architektur des 17. Jahrhunderts gebaut wurde und nun die Stadtbibliothek U. Caldora und das städtische Museum beherbergt. Das Museum bewahrt eine reiche Sammlung archäologischer Funde, die in den letzten 50 Jahren auf dem Territorium entdeckt wurden: Bruchstücke von handgefertigter Keramik, Bronzestatuen, Waffen und Schmuck von der Bronzezeit bis hin zur Zeit der Normannen. Nicht geringeren Interessens ist das nahe Schloss, das durch Ferrante d'Aragona im 1490 vervollständigt wurde. Auf dem kleinen Platz gegenüber dem Schloss, befinden sich einige Bauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, so beispielsweise das Palazzo Gesualdi aus dem 18. Jahrhundert, das einen wunderbaren Balkon mit einem spanischen Touch aus Schmiedeeisen besitzt oder die Kirche der SS. Trinità, die eine unvollständige, rötliche Fassade aufweist und auf das Jahr 1704 zurückgeht. Das Innere, dem Anschein nach, kahl und schlicht, bewahrt zahlreiche Werke, die aus Gebäuden stammen, die bereits verschwunden sind, wie zum Beispiel das hölzerne Kruzifix aus Ende 16. Jahrhundert und das wunderschöne Ziborium des Hochaltars, das mit Einsätzen aus Perlmutt bereichert wurde. Die Führung geht mit dem nahegelegenen Franziskanerkloster weiter, das im 1220 durch Pietro Catin, Anhänger des "poverello d'Assisi" (dem Armen von Assisi), gegründet wurde. Der imposante Gebäudekomplex wurde neulich restauriert und fällt aufgrund seiner zwei Kreuzgänge auf: hier befindet sich die nach Andrea Alfano benannte kommunale Pinakothek, wo man die der Stadt geschenkten Werke des berühmten Malers (1879-1967) aus Castrovillari bewundern kann. Der Künstler gehört zu den einflussreichsten Vertretern der kalabrischen Kultur des 20. Jahrhunderts. Wenn man die Gassen und Unterführungen durchquert, die vom Kloster wegführen und durch eine mittelalterliche Architektur charakterisiert sind, kann man beachtenswerte Bauten mit Steintoren und Innenhöfen bewundern und schließlich in das Herz der „Giudecca“ gelangen, ein Quartier, das von den Juden bis zur Mitte des 16. Jahrhundert, Zeitpunkt der Ausweisung aus dem Reich, bewohnt war. Wenn man den Platz von San Giuliano, auf welchem sich die Ruinen des antiken Rathauses aus dem 16. Jahrhundert befinden, hinter sich lässt, zieht sich die Straße zum Symbol der Stadt empor: das Monument der Santa Maria del Castello. In der Hälfte des Aufstiegs findet sich das Konservatorium der Schuldbewussten (Conservatorio delle Pentite), das im 1635 gegründet wurde, um die „verdorbenen Frauen“, die „Trost in der Religion suchten“ aufzunehmen. Von diesem Konservatorium bleibt wenig über, doch in der Nebenkapelle, die der Santa Maria Egiziaca gewidmet ist, werden wichtige Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert aufbewahrt. Darunter fällt die Madonna mit dem Kind von Giuseppe Marulli und eine Pietà (Erbarmen) von Antonio Sarnelli. Genauso interessant sind die Kirche der Trinità und diejenige von Santa Maria von Konstantinopel – beide ursprünglich aus dem Mittelalter und schließlich die Kirche von Sankt Franziskus aus Paola, ein weiteres Zeugnis eines Glaubenswegs zwischen Kunst und Geschichte.

Die Kirche der S. Maria des Schlosses ragt auf dem gleichbenannten Hügel empor und ist absolut einen Besuch wert. Am Hang des Hügels von S. Maria befinden sich neben den antiken Bauten, einige Einsiedlergrotten (siebtes bis achtes Jahrhundert nach Christus). Der imposante Gebäudekomplex des Klosters von Sankt Franziskus von Assisi und die Kirche der SS. Trinità (Dreieinigkeit) sind auf dem Hügel Lauro situiert und wurden im 1220 durch Pietro Cathin, Jünger von Sankt Franziskus von Assisi, gegründet. Die Kirche wurde im 1363 wieder aufgebaut und im 16. und 18. Jahrhundert stark umgestaltet. Diese Veränderungen haben die Struktur des Gebäudes zutiefst verwandelt: heute zeigt sich der Bau imposant und mit einer Fassade, dessen Arkade verschiedene bogenförmige Fenster aufweist und Spuren von Fresken bewahrt. Die Kirche von S. Maria von Konstantinopel (S. Giuseppe) war ursprünglich der S. Maria von Konstantinopel, nun aber dem S. Giuseppe geweiht und geht auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Im Herzen der Giudecca ragt die Kirche von San Giuliano, Schutzheiliger von Castrovillari, empor. Die Kirche stammt aus dem zwölften Jahrhundert und wurde im 13. Jahrhundert erweitert. In der Vorhalle findet man noch heute Spuren dieses Ausbaus: gotische Strukturen aus Tuffstein und Bruchstücke von Steindekorationen, die im Putz erblickt werden können. Im 16. Jahrhundert erlitt das Gebäude einen radikalen Umbau, der im 1647 mit der Realisierung der wunderschönen Holzdecke und des neuen Altars vollendet wurde. Die Fassade weist ein schönes Tor aus der Renaissance auf, das aus hellem Stein gebaut wurde und zwei durch Blumendekorationen verschönerte Säulen besitzt. Vor dem Eingangstor befindet sich eine Treppe mit zwei Rampen.

Das nahegelegene Schloss, das von Ferrante d’Aragona im 1490 vervollständigt wurde, ist besonders interessant, da es auf einer älteren Konstruktion nach der Zeichnung des aus Siena stammenden Francesco di Giorgio Martini, der im Hof der Aragonier Neapels aktiv war, gebaut wurde. Das Gebäude weist eine viereckige Basis auf und hat an den Ecken zylinderförmige Türme. Bis vor wenigen Jahren wurde das Bauwerk als Gefängnis gebraucht. Zu den interessantesten Elementen zählen die kleine Kapelle aus dem 19. Jahrhundert und einige Zellen des Bergfriedes, die ihre Originalstruktur bewahrt haben. Eine kleine Steinspiraltreppe führt zur Terrasse, auf welcher man ein wunderbares Panorama über den Pollino und den antiken Teil der Stadt genießen kann. Wenn man die Gassen und Unterführungen durchquert, die vom Kloster wegführen und durch eine mittelalterliche Architektur charakterisiert sind, kann man beachtenswerte Bauten mit Steintoren und Innenhöfen bewundern und schließlich in das Herz der Giudecca gelangen, ein Quartier, das von den Juden bis zur Mitte des 16. Jahrhundert, Zeitpunkt der Ausweisung aus dem Reich, bewohnt war.

Das archäologische Museum von Castrovillari wurde durch den Forscher Agostino Miglio realisiert und von der Gemeinde im 1958 gegründet. Im 2002 wurde das Museum durch die archäologische Gruppe des Pollinos, anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums ins Franziskanerkloster versetzt und am 21. Dezember 2002 wiedereröffnet. Im 2007 wurde das Museum anlässlich seiner 25-jährigen Tätigkeit mit einer neuen Ausstattung versehen. Das Museum wurde durch modernere und funktionale Ausstellungsregale, Anschauungstafeln und einem multimedialen Klassenzimmer bereichert. Das Museum dokumentiert die archäologischen Schätze des Territoriums rund um Castrovillari von der Vorgeschichte bis hin zum Hochmittelalter. Hier werden Stein- und Knochenfunde aus dem Stadtviertel Celimarro bewahrt, wo eine Grabungsstätte der Altsteinzeit gefunden wurde. Die Epoche der Vorgeschichte wird außerdem durch Fundstücke aus den Grotten von Sant'Angelo von Cassano Jonio, die auch Zeugnisse aus der Bronzezeit erbracht haben, dokumentiert. Besonders interessant ist auch die Reihe von frühgeschichtlichen Funden, die aus der Nekropole von Bellu Luco, eine Ortschaft, die sich entlang des Flusses Coscile, im Territorium Castrovillaris erstreckt, stammen. Einen besonderen Wert hat auch die chronologisch geordnete Sequenz der Funde aus dem Hügel der Madonna des Castello. Der Ursprung Castrovillaris befindet sich in dieser Ortschaft, die von der Vorgeschichte bis zur heutigen Zeit stets bewohnt war. In den Vitrinen, die dem Hügel gewidmet sind, kann man Steinwerkzeuge aus der Vorgeschichte, Bruchstücke aus der Bronze- und Eisenzeit, Funde aus der griechischen Epoche, die auf eine Kultstätte zurückzuführen sind, Fragmente aus der römischen Zeit und erlesene Zeugnisse aus Keramik aus dem Hochmittelalter, beobachten. Das Museum sammelt auch Spuren des Aufenthalts der Griechen aus dem Quartier Vescovado und aus dem Kloster, in welchem während der Restaurierungsarbeiten Keramikbruchstücke mit Erhebungen und roten Figuren grossgriechischer Anfertigung gefunden wurden. Ebenso aus dieser Kultur stammen die Grabbeigaben der Nekropole des Stadtviertels Ferrocinto, wo auch ein guterhaltenes Skelett, kleine Vasen und eine Speerspitze gefunden wurden, die darauf hinweisen, dass es sich um einen antiken Krieger aus dem dritten Jahrhundert vor Christus handelt. Das Museum dokumentiert auch die Anwesenheit der Römer im Gebiet rund um Castrovillari, wo verschiedene, rustikale Landhäuser entdeckt wurden, aus welchen Überreste der raffinierten römischen Keramik, auch Terra sigillata genannt, feine Glasbehälter, eine Reihe landwirtschaftlicher Werkzeuge aus Eisen und Überreste grosser Vasen, in welchen Lebensmittel aufbewahrt wurden, entdeckt wurden. Diese Funde beweisen, dass bereits zur Zeit der Römer, das Gebiet intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde. Zwischen den Funden aus dem Hochmittelalter stechen diejenigen aus der Nekropole von Celimarro, aufgrund ihres Wertes und ihrer Anfertigung, hervor. Die Entdeckung verschiedener Felsgräber haben unter anderem eine Bronzefibel, die ein Pferd, das mit kleinen Kreisen dekoriert wurde, darstellt und ein kleines, mit Kügelchen versehenes Bleikreuz, zum Vorschein gebracht. Im Museum sind außerdem reiche Sammlungen von Fundstücken aus Francavilla Marittima und des Turmes des Mordillo in Spezzano Albanese, welche sowohl Zeugnisse aus der Zeit des Urvolks und der Griechen erbracht haben, vorhanden.



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